Die Metrik „durchschnittliche Position“ in Google Ads wird mit Ende September dieses Jahres endgültig abgeschafft.

Die Einstellung dieses Messwertes sorgte bei Werbetreibenden für Aufruhr. Die „durchschnittliche Position“ war seit dem ersten Launch von damals noch „Google AdWords“ fixer Bestandteil des Werbesystems. Durch die Weiterentwicklung in der Suchmaschinenwerbung in den letzten Jahren musste es allerdings auch zu einer Adaption der Messwerte kommen.

Google Ads

Als Google Ads vor mittlerweile 19 Jahren startete, kam es zur Ausspielung von Textanzeigen an fixen Positionen auf der Suchergebnisseite. Diese Zuverlässigkeit war für Werbetreibende von Vorteil. Die tatsächlich ausgespielte Position einer Anzeige und die durchschnittlich angezeigte Position in Google Ads gingen somit Hand in Hand.Eine durchschnittliche Position von 1,0 bedeutete Folgendes: diese Anzeige war das allererste Suchergebnis rechts neben den organischen Suchergebnissen.

CPC

Damals wurde zwischen Premium Anzeigen über den organischen Suchergebnisse und Anzeigen auf der rechten Seite unterschieden. Anfangs fand die Abrechnung noch auf Basis von Tausend-Kontakt-Preisen oberhalb der organischen Suche statt. Oder aber basierend auf Cost-Per-Click-Geboten auf der rechten Suchergebnisseite. Nach der Zusammenlegung von beiden Modellen konkurrierten nun alle Werbetreibenden um alle Anzeigenplätze auf der Suchergebnisseite. Eine Anzeigenposition von 1,0 hatte demnach zur Folge, dass die Anzeige die Auktion gewonnen hatte und vor allen Konkurrenten geschaltet wurde. Allerdings war nicht klar, ob die Anzeige über den organischen Suchergebnissen oder auf der rechten Seite geschalten wurden.

In den folgenden Jahren kam es zu weiteren Veränderungen auf der Suchergebnisseite.
Als Beispiel sind hier bezahlte Werbeschaltungen unter den organischen Suchergebnisse zu nennen. Oder auch die komplette Abschaffung der rechten Suchergebnisspalte. Dies führte zu noch mehr Unklarheit bei Werbetreibenden. Die Metrik repräsentierte demnach nur noch den Anzeigenrang in Relation zu den Anzeigen der Konkurrenz. Die tatsächliche Position auf der Suchergebnisseite repräsentierte sie nicht mehr.

Daher kam es seitens Google zur Abschaffung der „durchschnittlichen Anzeigenposition“. Stattdessen wird empfohlen ab sofort die Messwerte für Impressionen an oberer und oberster Position zu verwenden. Sie spiegeln die tatsächliche Position der Anzeige auf der Seite wider und nicht ihre Platzierung im Vergleich zu anderen Anzeigen.

Rate der Impressionen an oberen Positionen im Suchnetzwerk

Die Rate der Impressionen an oberer Position im Suchnetzwerk (“Impr. obere Position (%)”) ist der Prozentsatz der Anzeigenimpressionen, die oberhalb der organischen Suchergebnisse erzielt wurden.

Rate der Impressionen an oberer Position im Suchnetzwerk = Impressionen an oberer Position / Impressionen

Rate der Impressionen an oberster Position im Suchnetzwerk

Die Rate der Impressionen an oberster Position im Suchnetzwerk (“Impr. oberste Position (%)”) ist der Prozentsatz der Anzeigenimpressionen, die an oberster Position über den organischen Suchergebnissen erzielt wurden.

Rate der Impressionen an oberster Position im Suchnetzwerk = Impressionen an oberster Position / Impressionen

Fazit

Es wird auf jeden Fall eine Zeit lang dauern bis sich alle Werbetreibenden auf die neuen Metriken und Reports umgestellt haben. Auf lange Sicht gesehen ist es einfach logischer mit diesen Werten zu arbeiten, da diese um einiges aussagekräftiger sind. Nachtrauern wird der „durchschnittlichen Position“ wahrscheinlich nur der Einzelfall.

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